Nochmals: Anmerkungen zum Thema Schlitzer Tracht

TrachtenfestumzugDer Trachtenexperte Hans Deibel lässt im Schlitzer Bote vom 8. Juni 2000 die Besorgnis anklingen, man wolle ihm bestreiten, "sich in der hiesigen Kleidungsforschung samt zugehörigem Umfeld detailliert auszukennen". Ich verstehe diese Besorgnis nicht. Deibel ist in dem von ihm immer wieder nachdrücklich reklamierten Themenkreis der Brauchtumsfachmann in Schlitz.

Ich selbst finde für meine Arbeiten bei ihm vielfach ergänzende, gelegentlich auch zurechtrückende Aspekte. Dass sein Zeitungsspaltenreichtum zuweilen besserwisserische Züge aufweist, ficht mich nicht an.

Nach Hans Deibel (vgl. Sippel/Deibel, Ein Streifzug durch die Schlitzer Geschichte 1987, S. 207) nahm die Schlitzer Tracht um das Jahr 1830 gesicherte Züge an. Sie war nicht mehr Merkmal des Ranges, den der Träger im Feudalsystem einnahm. Es entschied nicht mehr die Obrigkeit darüber, was bei der Kleidung rechtens war, sondern die nachbarliche Umgebung.

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