Kleine Quiltgeschichte

Zur Geschichte des Quiltens

Chinesen haben vermutlich als erste ihre Winterkleidung aus drei Lagen Stoff hergestellt. Zwischen Ober- und Unterstoff wurde eine wärmende Zwischenschicht eingefügt und durch Quiltnähte zusammengehalten.

Von China aus verbreitete sich diese Idee über den ganzen Orient hinweg. Ritter schließlich brachten im Mittelalter gequiltete Unterhemden, die sie unter ihrer schweren Rüstung trugen, aus den Kreuzzügen mit nach Europa. Hier nutzte man diese Technik, um wärmende Kleidung, Wandteppiche und Decken zu fertigen. Eine ungewöhnliche Kältewelle im 14. Jahrhundert belebte in England die Nachfrage nach gequilteten Textilien. Mit den Auswanderern aus ganz Europa gelangten die warmen Decken in die Neue Welt.

In Amerika waren die Siedlerfrauen gezwungen, mit kleinsten Stoffresten zu arbeiten. In den kargen Blockhütten waren die farbenfrohen und phantasievollen Decken oftmals das einzige Schmuckstück.

Bald schon übernahm das Quilten eine soziale Funktion. Bei Quilting Bees trafen sich die Siedlerfrauen, befreiten sich aus ihrer Isolation und tauschten Neuigkeiten und Erfahrungen aus. Sie fügten gemeinsam die vorbereiteten Patches mit emsigen Stichen zu einem Quilt zusammen, der dann als Bettüberwurf, Decke oder Wandbehang diente. Muster und Farbigkeit sind je nach Landstrich, Umgebung, Lebensstil und Religion unterschiedlich.

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